MySteuer

Hier haben Sie die Gelegenheit, von Ihren Erlebnissen und Erfahrungen rund um das Thema "Steuern" zu berichten!

Kommentare: 6
  • #6

    Abraham Edelmann (Donnerstag, 17 März 2011 11:02)

    Text bezieht sich auf Youtube.
    Betriebsprüfung habe ich fast hinter mir. Was die Autorin fast am Schluss des Interviews sagt, kann ich 100% nachvollziehen. Ich fühle mich unternehmerisch wie gelämt. Wenn meine Einnahmen sowieso geschätzt werden, warum schreibe ich dann Rechnungen?

    Wir Geprüften sollten nicht vor falscher schahm schweigen sondern wie in dem ZDF Film unsere Stimme erheben! Nur so können wir auch die Masse der Wähler - denn das sind ja meist Arbeitnehmer, die solche Machenschaften nicht kennen, erreichen. Oder?

  • #5

    J. Eu. (Mittwoch, 20 Oktober 2010 09:38)

    Sehr geehrter Hr. H.M. (Name nicht ausgeschrieben, damit er über Suchmaschinen nicht gefunden wird), anscheinend haben wir es hier mit einem Kollegen aus der FV zu tun, richtig? Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Und Sie haben meinen Eintrag falsch interpretiert. Nicht ich möchte meinen Anzug steuerlich absetzen. Dieses war nur ein berufstypisches Beispiel. Ich hätte auch einen Versicherungsvertreter, Banker oder Sportlehrer nehmen können. Es soll zum einen die unsinnige Gesetzeslage darstellen, die zweifelsohne indirekt durch den Steuerbürger verursacht wurde, da bin ich ganz Ihrer Meinung, denn es ist tatsächlich so, dass jeder versuchen möchte seinen persönlichen Steuerfall in ein eigenes Gesetz zu pressen. Allerdings lässt dies auch unser Rechtssystem zu. Daher ist hier vom Grunde schon etwas faul. Wenn solche Wege möglich sind, kann ich nicht auf die Vernunft Millionen Steuerpflichtiger hoffen. Zum anderen, und das sollte eigentlich im Vordergrund stehen, sollte es eine Satire und etwas zum Schmunzeln sein. Denn bei aller Komplexität und allem Irrsinn, sollte die allgemeine Freude an der Sache nicht verloren gehen. In diesem Sinne.....fröhliche Grüße

  • #4

    Harald Mayer (Sonntag, 10 Oktober 2010 11:07)

    Vielleicht ist unser Steuersystem nur deshalb so kompliziert und unsinnig, weil für jeden eine individuelle Regelung gefunden werden muss, die seinen besonderen Lebensumständen gerecht wird. Außerdem will jeder ja alles absetzen, weil er/sie ja der Auffassung ist, alles was ich irgendwie ausgebe, ist ja sowieso nicht privat - Siehe Kommentar Jörg Eusterqeurling: Mein Anzug ist nicht privat. Warum krieg ich meinen Anzug nicht und der andere seinen Blaumann?!? Den Aufschrei jedesmal, wenn ein Gesetz pauschaliert oder vereinfacht wird, kennt man zur genüge (z.B. Abschaffung der Pendlerpauschale, Pauschalierung des häuslichen Arbeitszimmers). Vielleicht sollte mal darüber nachgedacht werden als nur auf diejenigen zu schimpfen, die die nach den Bürgerwünschen manchmal verkorksten Gesetze in die Praxis umsetzen müssen. Der Finanzbeamte solle schön brav den großen Steuerhinterzieher entdecken, den kleinen Schummler oder Schlamper als solchen von dem Betrüger unterscheiden können und dabei ja nicht zu intim nachfragen? Außerdem, wo ist der Unterschied zwischen ach mal 3 Honorare vergessen anzugeben, ausversehen mal bei Rot über die Ampel gefahren zu sein, versehentlich im Laden mal was ohne zu bezahlen eingesteckt zu haben oder eine Versicherungssache anders als gewesen darzustellen.

  • #3

    Jörg Eustergerling (Montag, 27 September 2010 17:27)

    Eine unsinnige Vorschrift ist der Abzug der berufstypischen Arbeitskleidung. Ich musste in meiner Angestelltenzeit in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft laut Kleiderordnung immer einen Anzug tragen. Diesen Anzug kann ich nicht von der Steuer absetzen, weil nicht berufstypisch, und ich ihn ja auch noch privat anziehen könnte, z.B. auf einer Hochzeit, am Wochenende auf dem Sofa oder für die Gartenarbeit? Die Realität fast aller Anzugsträger sieht so aus, dass dieser schnellstens zu Hause ausgezogen wird, um sich bequemer zu kleiden. Der typische "Blaumann" hingegen ist als Werbungskosten abzugsfähig. Warum? Keine Ahnung. Fast alle Blaumannträger die ich kenne, tragen das Ding IMMER. Nach Feierabend und am Wochenende für die Schwarzarbeit. Zu Hause für die Gartenarbeit und ansonsten halt "weil er so bequem ist" (Originalzitat). Hier kann sogar der Zweitblaumann für die Schwarzarbeit von der Steuer abgesetzt werden. Das soll mal jemand verstehen?

  • #2

    Jörg Eustergerling (Montag, 27 September 2010 17:23)

    Hallo Frau Ott,
    habe bisher nur die Leseprobe gelesen, musste hierbei aber schon schmunzeln. Bin über den Buchtitel aufmerksam geworden, da dieses auch für uns Steuerfuzzis ein gängiger Slogan ist. Ich leite seit 11 Jahren eine Beratungsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins und sage fast täglich, dass ich bald auch mal ein Buch schreiben müsste. Geschichten gibt es reichlich. Leider vergisst man vieles und notiert es sich nicht sofort. Eine bescheuerte schreibe ich im folgenden Blog. Viele Grüße und viel Erfolg. Jörg Eustergerling

  • #1

    knuddel (Mittwoch, 15 September 2010 18:32)

    Ich finde es Klasse, daß mal beschrieben wird, wie man als Selbständiger unnötig viel Energie aufbringen muss, um einem antiquitiertem Steuersystem gerecht zu werden! Leistung lohnt sich eben nicht immer ...